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    Bayard holt Gold

    Robbin Bot führt den Germania-Hengst im 20.000-Euro-Hauptrennen zu einem überlegenen Triumph. In der Newcomer-Serie präsentiert sich der von Danny Brouwer gesteuerte Pleasure Transs R ebenfalls bärenstark. 

    Das Geburtstagskind Rolf Hafvenström wurde am Sonntag 80 Jahre alt und hatte das dazu passende wunderschöne Wetter offensichtlich punktgenau bestellt. Bei strahlendem Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen wurden die Karriere des schwedischen Trabertrainers und seine besten Pferde vom Moderator Nicolai Laaser in den Blickpunkt gerückt. Denn der Rennverein hatte die Veranstaltung dem schon seit Ewigkeiten in Berlin beheimateten Profi gewidmet. Passend dazu hatten sich auch mehrere internationale Spitzensportler auf der Derby-Bahn eingefunden – allen voran der Italiener Roberto Vecchione. Der Meisterfahrer machte gleich bei seinem ersten Start auf der Derby-Bahn seit 2023 klar, wo der Hammer an der Stallwand hängt. Denn mit der von Holger Ehlert für die Farben des Gestüts Lasbek trainierten Stute Veritas siegte Roberto Vecchione in überlegener Manier mit sechs Längen Vorsprung Start bis Ziel.

    Das Mariendorfer Publikum hatte aber natürlich vor allem den ersten Lauf der diesjährigen Gold-Serie im Visier, denn er war mit stattlichen 20.000 Euro Preisgeld dotiert und das achtköpfige Teilnehmerfeld war exquisit. Um das Kommando entbrannte zwischen Tyron Hill (Josef Franzl) und Bayard (Robbin Bot) sofort ein heißer Fight, der beide Konkurrenten auf den ersten 300 Metern zu einer Durchgangszeit von 04,8 trieb. Sie besaßen dadurch einen erheblichen Vorsprung auf die Verfolger – lediglich Orkan Bo (Marciano Hauber) blieb an ihnen dran. Nachdem sich Tyron Hill für die Führung durchgesetzt hatte und das Tempo in Front auch im weiteren Verlauf nie abflauen ließ, schien der Hengst zunächst alle Trümpfe in der Hand zu halten. Doch bereits im Schlussbogen deutete Tyron Hill einen Fehler an und mit Erreichen des Einlaufs erfolgte tatsächlich das endgültige Aus. Robbin Bot und Bayard ergriffen sofort die Chance und waren am Pfosten in der sensationellen Kilometerzeit von 10,9/1.900m für den Besitzerstall Germania mit vier Längen voraus. Der auf der Schlusshalben immer stärker werdende Hooper des Chasses (Danny Brouwer) sicherte sich eine halbe Länge vor dem tapfer durchziehenden Orkan Bo das zweite Geld.         

    Der mit 6.000 Euro dotierte dritte Lauf der Newcomer-Serie entwickelte sich zu einem packenden Gefecht zwischen dem noch ungeschlagenen Pirate Newport (Michael Nimczyk) und dem stets in dessen Windschatten lauernden Pleasure Transs R mit seinem Trainer Danny Brouwer im Sulky. Bei eminent schnellen Durchgangszeiten sah alles lange nach einem Volltreffer für den führenden Pirate Newport aus. Doch als Danny Brouwer, der zugleich auch der Besitzer von Pleasure Transs R ist, seinen Hengst auf der Zielgeraden zum Angriff dirigierte, wendete sich das Blatt und sein Schützling zog in rasanten 12,4/1.900m mit einer halben Länge am Konkurrenten vorbei. Eine Rekordverbesserung um fast zwei Sekunden!   

    Einen feinen Erfolg feierte Dennis Spangenberg mit dem Wallach Jackstone der Familie Schacky. Der vierjährige Propulsion-Sohn – ein Bruder der gutklassigen Ann Boleyn, die ebenfalls in den Schacky-Farben lief -  trumpfte in 17,3/1.900m Start-Ziel mit einer Länge Vorsprung auf und blieb somit auch beim zweiten Laufbahnauftritt ungeschlagen. Zwischendurch konnte sich Dennis Spangenberg sogar leisten, das Tempo in den 25er-Bereich zu drosseln, ohne das ernsthafte Attacken der Gegnerschaft erfolgten. Einen weiteren Treffer landete Spangenberg mit Dexter CG, der es in einer Handicap-Prüfung diesmal deutlich leichter vorfand als zuletzt. In der Außenspur musste der neunjährige Wallach aber dennoch einiges tun, um sich in 15,3/1.900m gegen Amaro (Thomas Buley) und die lange führende Maja Beuckenswijk (Victor Gentz) durchzusetzen.

    Bernd Schrödl und Ido d’Agice – dieses Traumpaar war einmal mehr eine Macht. Obwohl der achtjährige Wallach hinter dem führenden Henri de Jautais (Josef Franzl) eigentlich eine ideale Lage bezogen hatte, fühlte sich der temperamentvolle Traber in dieser Position nicht wohl und wurde hitzig. Bernd Schrödl blieb somit gar nichts anderes übrig, als selber die Initiative zu ergreifen und im trotto.de-Bogen die Führung zu übernehmen. Der Rest war dann aber nur noch eine Pflichtangelegenheit. In 13,7/1.900m gab sich Ido d’Agice mit anderthalb Längen Vorsprung auf den ebenfalls überzeugenden Henri de Jautais nicht die geringste Blöße.       

    Zwei Mal waren die Amateure gefordert, die mit ihren Pferden zum Teil für das Fritz-Brandt-Rennen am 3. April probten. Die erste der beiden Prüfungen wurde zur Beute des Niederländers Ferry Hollander, den man nicht nur als erstklassigen Sulkysportler, sondern auch als Moderator des Victoria Parks Wolvega kennt. Mit seiner Seriensiegerin Perfect du Grenat drohte er zunächst in dem zehnköpfigen Feld im Verkehr stecken zu bleiben. Doch auf der Schlusshalben spielte die Stute ihr ganzes Können aus und gewann in 14,7/1.900 ungefährdet. Auch bei dem anderen Wettkampf mischte Ferry Hollander kräftig mit – im Sulky von Karina Charisma ergab sich für ihn allerdings nur der zweite Platz. Den vollen Erfolg holte sich stattdessen André Pögel mit Olivia Greenwood. Paul Kuhsträters Stute war sofort an die Spitze geschossen und gewann in 13,7/1.900m hochüberlegen.  

    Gesamtumsatz: 84.609,11 Euro. Bahnumsatz: 24.783,70 Euro. Außenumsatz: 59.825,41  Euro. 

    Unser Terminhinweis: Die nächste Mariendorfer Veranstaltung findet am Karfreitag, dem 3. April statt. Beginn ist um 12.30 Uhr. Im sportlichen Mittelpunkt stehen das traditionelle Fritz-Brandt-Rennen um 18.000 Euro Preisgeld sowie der mit 10.000 Euro dotierte dritte Lauf der Silber-Serie. Des Weiteren gibt es ein buntes Familienprogramm. Die Starterangabe, die Sie auch online auf www.rennbahn-berlin.de vornehmen können, ist am Montag, dem 30. März. Sie erreichen das Mariendorfer Rennsekretariat unter der Rufnummer 030-7401229 bzw. per Mail an starterangabe@rennbahn-berlin.de. Bitte vergessen Sie nicht die Angabe des Hufbeschlags!