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    Der Goldhelm beherrscht die Gold-Serie

    Michael Nimczyk gewinnt auch den zweiten Lauf – diesmal mit Kerstin Walters Hengst Orkan von Haithabu. Bei den Newcomern begeistern Victor Gentz und Mockridge alle TraberParti-Anteilseigner.

    Ende März hatte sich Michael Nimczyk mit Emilion bereits den Auftakt der hochdotierten Gold-Serie gesichert. Am größtenteils von wunderschönem Frühlingswetter begleiteten Sonntagnachmittag stand nun der zweite Lauf um 10.000 Euro Preisgeld auf der Derby-Piste auf dem Programm. Und erneut war der Deutsche Meister zur Stelle – und  zwar mit Orkan von Haithabu für die Farben von Kerstin Walter. Bei dem Hengst, dessen letzter und einziger Sieg volle zweieinhalb Jahr zurücklag – er hatte damals mit Heinz Wewering den Preis des Winterfavoriten gewonnen – geht es in dieser Saison steil bergauf und so war es kaum verwunderlich, dass der Fünfjährige auf dem Wettmarkt zur Quote von 2,3:1 die Favoritenbürde übernehmen musste. Eine goldrichtige Einschätzung – Orkan von Haithabu ergatterte bereits Ende der Startgeraden die Führung und gab das Heft in 14,2/2.000m nicht mehr aus der Hand. Während sein Erfolg also keine große Überraschung war, verblüffte der zweite Rang der Riesenaußenseiterin Super Queen C (Ronald de Beer) umso mehr. Die Stute, die auf Platz 10,4:1 ausbezahlte, war Orkan von Haithabu wie ein Schatten gefolgt und hielt bis zum Pfosten blendend mit.

    Die Gold-Serie war aber beileibe nicht das einzige Rennen. in dem Michael Nimczyk eine prominente Rolle spielte. Der Champion lief zu großer Form auf und führte insgesamt fünf Pferde auf die Ehrenrunde. Sein Schützling Pastors Girl gegen den von Heinz Wewering gesteuerten Don Trixton: So sah zum Beispiel im Vorfeld die Konstellation in der Gewinnsummenklasse bis 3.000 Euro (sowie für Dreijährige bis 4.000 Euro) aus. Das erwartete Duell wurde dann auch tatsächlich zur Realität. Und zwar auf eine höchst spannende Art und Weise, denn Pastors Girl, die sich kurz vor dem Einbiegen in den ersten Bogen die Führung gesichert hatte, wurde auf der gesamten Schlussrunde von dem außen energisch dagegenhaltenden Rivalen begleitet. Doch so sehr sich Don Trixton auch mühte: Pastors Girl gab zu keinem Zeitpunkt nach und hielt den Attacken in 14,5/1.900m sehr sicher stand.   

    Der Goldhelm hatte zuvor schon in einem Trotteur Français mit Elka Ludoetka gepunktet, die ihre Bestmarke auf 15,6/1.900m steigerte und sich absolut souverän Start bis Ziel durchsetzte. Michael Nimczyk verteilte ein kräftiges Lob an Monika Melingers Stute: „Die Braune ist ein wirklich feines Pferd!“ Treffer Nummer drei war dann mit einer begeisternden Cora Sun fällig. Die vom Körperbau her eher kleine Stute fand es gegen die 20 Meter besser gestellte und mächtig viel Tempo bolzende Pilotin Glorious Boko (Michael Hönemann) gewiss nicht leicht vor, drehte den Spieß in 15,1/2.020m aber mit famosem Kämpferherz unmittelbar vor der Linie noch um. Mit Konan Greenwood setzte Nimczyk zum Abschluss noch ein dickes Ausrufezeichen hinter seine Tagesausbeute. Der Hengst schoss sofort nach vorne und legte ein enormes Tempo vor. Bei seinem Start-Ziel-Sieg blieben die Uhren bei 13,3/1.900m stehen – die Tagesbestzeit!

    Die Veranstaltung strotzte ohnehin nur so vor famosen Leistungen und das nach wie vor von persönlichen Besuchen ausgeschlossene Publikum hätte seine helle Freude daran gehabt.. Zwar nicht vor Ort, dafür aber an den Bildschirmen und Smartphones jubelten 600 Besitzer und Anteilseigner der TraberParti über den Sieg von Mockridge und Victor Gentz in der Newcomer-Serie um 6.000 Euro Preisgeld. Die Entwicklung, die der Fuchshengst unter der Regie seines Trainers genommen hat, ist einfach phänomenal. Obwohl Mockridge kein Schnellstarter ist und sich das Rennen auf der Schlusshalben erneut in dritter Spur machen musste, wuchs der Vierjährige über sich hinaus und steigerte nicht nur seinen Rekord um fast eine volle Sekunde auf 14,6/1.900m, sondern hielt auch den ebenfalls bärenstarken Eaton (Gerhard Biendl), der auf der Zielgeraden einen geradezu mörderischen Speed entwickelte, mit großem Kampfgeist knapp in Schach. „So wie es derzeit mit Mockridge läuft, macht es dem gesamten Team wahnsinnig viel Spaß!“, strahlte Victor Gentz bis über beide Ohren nach diesem wirklich begeisternden Triumph seines Schützlings.

    Der zwar nicht quantitativ, aber qualitativ überaus stark besetzte Frühjahrs-Pokal des VDT ging an Dennis Spangenberg und Virginias Prime. Jürgen und Christina Hempels Wallach konnte sich also umgehend für den kürzlichen Ausfall aufgrund einer Galoppade rehabilitieren. Unmittelbar nach dem Start war Virginias Prime zunächst Dritter. Aber Dennis Spangenberg entschied sich sofort für die Offensive und steuerte seinen Schützling schon im ersten Bogen an die Spitze. Damit war die Messe bereits gelesen, denn der Sechsjährige kam in 14,4/1.900m gegen den außen angreifenden Timberlake Diamant (Gerhard Biendl) der für seinen bravourösen Einsatz mit dem zweiten Geld belohnt wurde, nicht einen Moment lang in ernsthafte Bedrängnis.

    Gleich bei seinem ersten Lebensstart entfachte Days of Thunder einen regelrechten Donnerschlag. Denn das Debüt des von Robert Gramüller und Josef Sparber trainierten Dreijährigen, in dessen Sulky Thorsten Tietz saß, verlief spektakulär. Als ihm der mehrfache Berliner Meister nach ruhigem Beginn eine dreiviertel Runde vor dem Ziel das entscheidende Zeichen gab, entwickelte der Hengst in Bruchteilen von Sekunden eine unglaubliche Schnelligkeit. Keine Frage: Dieses Pferd besitzt ein riesiges Potential! Days of Thunder ließ alle Gegner einfach links liegen und stiefelte in 16,2/1900m einem Weile-Sieg entgegen. Thorsten Tietz: „Für den Hengst ist die große Route vorgesehen. Er ist von mächtiger Statur und schwer. Wir hoffen, dass er nicht noch extrem weiter wächst, sondern stattdessen Muskelkraft gewinnt und bärenstark wird.“

    Bewegende Momente gab es nach dem Erfolg von Mister Joni H, denn seinem Trainer und Fahrer Michael Hönemann war die Rührung beim Siegerinterview deutlich anzumerken. „So ein Pferd im Stall zu haben, ist für jeden Aktiven ein Traum und ich danke dem gesamten Besitzerteam für das Vertrauen. Ich durfte früher einen Orwell Star begleiten – und ich glaube, dieser Hengst hier ist nicht viel schlechter!“  Sicherlich: Der spontane Vergleich mit dem legendären Orwell Star, der 90 Siege auf A-Bahnen erzielte und in seiner Karriere fast 300.000 Euro Preisgeld verdiente, entsprang natürlich in erster Linie Hönemanns riesiger Euphorie. Und der Weg, auf Augenhöhe mit einem der besten Berliner Traber aller Zeiten zu kommen, ist für Mister Joni H bestimmt noch weit. Aber genauso klar ist auch: Der Vierjährige, der im ersten Bogen nach vorne gegangen war und an der Spitze ein einsames Rennen lief, verdiente sich einmal mehr die absolute Bestnote und seine Zukunft schaut rosig aus. Der Hengst hat das Zeug dazu, ein echter Publikumsliebling zu werden.         

    Gesamtumsatz: 108.162,60 Euro.

    Unser Terminhinweis: Die nächste Mariendorfer Veranstaltung findet am Sonntag, dem 25. April statt. Im sportlichen Mittelpunkt stehen die mit insgesamt 12.000 Euro Preisgeld dotierten Läufe der Silber- und Newcomer-Serie. Beginn ist um 13.30 Uhr. Die Starterangabe, die Sie auch online auf www.rennbahn-berlin.de vornehmen können, ist am Dienstag, dem 20. April. Sie erreichen das Mariendorfer Rennsekretariat unter der Rufnummer 030-7401229 bzw. per Mail an starterangabe@rennbahn-berlin.de.