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    Franky Bahia mit einer brillanten Gala

    Karin Walter-Mommerts Hengst gewinnt den fünften Lauf der Gold-Serie mit seinem Trainer Conrad Lugauer im Sulky in atemberaubender Manier. Das Vierjährigen-Rennen geht an den von Robbin Bot gesteuerten Savonarola.

    Mariendorf, 25. Oktober 2026.

    So richtig einladend sahen die äußeren Umstände wenige Stunden vor Rennbeginn wahrlich nicht aus und das für die Bahnpflege zuständige Personal hatte alle Hände voll zu tun – denn in der Hauptstadt goss es am Sonntagvormittag wie aus Eimern. Doch pünktlich zum Veranstaltungsbeginn verzogen sich die meisten Regenwolken und die im Anschluss – bis auf kurze Ausnahmen – sehr viel freundlichere Atmosphäre hatten sich die Starter aus nah und fern natürlich auch verdient. Denn das sportliche Programm war an diesem Tag absolut hochwertig. Vor allem der mit 20.000 Euro Preisgeld dotierte fünfte Lauf der Gold-Serie glänzte mit einem großartigen Teilnehmerfeld und wird ohne Übertreibung als einer der hochrangigsten Wettkämpfe in die Geschichte der 2019 ins Leben gerufenen Serie eingehen. Als besonderen und zudem sehr seltenen Gast durften die Organisatoren obendrein den seit langem in Schweden beheimaten Conrad Lugauer begrüßen, der einen der vierbeinigen Stars aus seinem umfangreichen Lot mitgebracht hatte. Nämlich den Hengst Franky Bahia aus dem Besitz von Karin Walter-Mommert. Der Maharajah-Sohn hatte zuvor nicht nur in Skandinavien, sondern auch in Frankreich überzeugende Leistungen abgeliefert.

    Dass sich Lugauer in Absprache mit der bundesdeutschen Besitzer-Championesse für einen Start in Berlin entschieden hatte, geschah nicht ohne Grund. Denn Franky Bahia gilt als ausgesprochener Rechtskurs-Spezialist und kann sein Können auf den schwedischen Bahnen, bei denen es sich fast ausschließlich um Linkskurse handelt, viel zu selten entfalten. Umso mehr war es für Lugauer offensichtlich eine Genugtuung, nun das riesige Potential seines Schützlings unter Beweis zu stellen. Denn obwohl Franky Bahia in Mariendorf auf elf vorzügliche Gegner traf, entwickelte sich sein Auftritt zu einer regelrechten Machtdemonstration. Der Siebenjährige mischte von Anfang an im Vordertreffen mit. Und als Lugauer dann eine Dreiviertelrunde vor dem Ziel entschlossen aufs Gaspedal trat, verabschiedete sich Franky Bahia unter Einstellung seiner eigenen Bestmarke in 12,3/1.900m – eine Zeit, die man angesichts der wahrlich nicht optimalen äußeren Bedingungen gar nicht hoch genug loben kann – sofort schlagartig vom Feld. Am Ende waren es ganze vier Längen, die den zu vierfachen Odds gehandelten Sieger von einem solch prominenten Gegenspieler wie Zoom Diamant (Robin Bakker) trennten. Der über 200.000 Euro schwere Kontrahent hatte unterwegs stets an vierter, fünfter Position außen gelegen und lieferte ebenso wie der drittplatzierte Intensity (Danny den Dubbelden) einen famosen Schlussakkord ab, ohne Franky Bahia aber auch nur ansatzweise gefährden zu können.                 

    Im Vierjährigen-Rennen ging es um 10.000 Euro Preisgeld. Am Toto genoss der von Robbin Bot präsentierte Savonarola zur 2,5-fachen Quote zwar die meiste Wertschätzung. Aber dennoch kamen seine zahlreichen Anhänger im Publikum mächtig ins Schwitzen. Denn der Wallach bewegte sich anfangs nur in hinteren Regionen und lag zu Beginn des Schlussbogens sogar an letzter Stelle des Feldes. Doch was dann folgte, sorgte für staunende Gesichter. Denn Savonarola schoss auf der Zielgeraden wie ein Pfeil an seinen Gegnern vorbei. Unter Rekordverbesserung auf 14,0/1.900m holte der auf dem Kaiserhof der Familie Nimczyk auf seine Aufgaben vorbereitete Traber bis zum Pfosten noch ganze vier Längen Vorsprung auf seine Konkurrenten heraus. Eine Leistung, die man gar nicht hoch genug einschätzen kann und die zugleich die perfekte Harmonie zwischen Robbin Bot und seinem Schützling unterstrich – beide bilden zusammen ein echtes Dream Team. Dass dann auch noch die als krasse Außenseiterin gehandelte Trainingsgefährtin Rachel (Thomas Panschow) auf Rang zwei stürmte, machte das Ganze für das Nimczyk-Team umso schöner. 

    Neben den beiden fünfstellig dotierten Hauptrennen standen am Sonntag noch sieben weitere Prüfungen auf dem Programm. Der kurzweilige Nachmittag begann mit dem erwarteten Sieg von Norbert Charisma, der von seinem Besitzer, Fahrer und Trainer Danny den Dubbelden eine Runde vor dem Ziel an die Spitze beordert wurde. Aus dem Schlussbogen heraus löste sich der 1,2-Topfavorit in 14,6/1.900m mit sieben Längen vom Feld und mit dem durch eine Anfangsgaloppade gehandicapten Indy (Robin Bakker) sowie Yoko Ono Diamant (Fabienne Margies) auf den weiteren Plätzen ergab sich ein regelrechter Volkseinlauf. Auf die korrekt vorhergesagte Dreierwette wurde der 7,3-fache Einsatz ausbezahlt. In genau demselben Stil ging es gleich danach weiter, denn auch die am Toto hoch eingeschätzte und erstmalig von Katharina Kramer gesteuerte Virginia setzte sich von der Spitze aus für die Lasbeker Farben in 15,4/1.900m hochüberlegen mit sechs Längen Vorsprung durch und die Dreierwette mit Gloria AS (André Pögel) sowie Beluga PS (Sebastian Gläser) auf den Plätzen war ebenfalls ganz leicht zu treffen.  

    Sogar bei dem mit elf Startern stark bestückten Auftakt der V7+ Wette ging es mit einem Favoritentreffer weiter. Denn trotz der Position 11 in zweiter Reihe setzte sich Dennis Spangenberg mit Explosive Ris souverän mit einer Länge Vorsprung in 15,1/1.900m durch. Zwar nicht an erster, aber immerhin an zweiter Stelle rangierte im Anschluss Mahasim Ass mit seinem Trainer Victor Gentz am Toto. Der Maharajah-Sohn trumpfte in 17,5/1.900m Start-Ziel mit einer halben Länge Vorsprung auf. Mit genau derselben offensiven Taktik steuerte Robin Bakker Raja Beuckenswijk in 17,4/1.900m mit einem Vorteil von anderthalb Längen zum Sieg. Der niederländische Ausnahmefahrer mischte – allerdings außen herum – gleich danach auch mit Ultmate Dancer kräftig mit, musste aber der von Robbin Bot auf den finalen Metern flott gemachten Signora veloce den Sieg überlassen. In 15,9/1.900m erzielte die Stute mit einer Länge Vorsprung ihren dritten vollen Erfolg hintereinander. Dasselbe gelang auch Kaporal du Houssel mit Victor Gentz in einem Trotteur Francais zum Abschluss der Veranstaltung. Der Wallach kam mit viel Schwung aus dem Schlussbogen und eroberte Im Einlauf problemlos das Kommando. Unmittelbar vor der Ziellinie wurde es in 16,7/2.520m gegen den heranfliegenden Gold and Green (Dennis Spangenberg) dennoch mächtig eng.              

    Gesamtumsatz: 89.570,30 Euro. Bahnumsatz: 22.622,40 Euro. Außenumsatz: 66.947,90 Euro. 

    Unser Terminhinweis: Die nächste Mariendorfer Veranstaltung findet am Sonntag, dem 8. November statt. Beginn ist um 12.30 Uhr. Im sportlichen Mittelpunkt stehen der mit 20.000 Euro dotierte sechste Lauf der Gold-Serie sowie mehrere von Deutschlands ältestem Besitzer- und Züchterverein – dem VDT – gesponserte Rennen. Die Starterangabe, die Sie auch online auf www.rennbahn-berlin.de vornehmen können, ist am Montag, dem 2. November. Sie erreichen das Mariendorfer Rennsekretariat unter der Rufnummer 030-7401229 bzw. per Mail an starterangabe@rennbahn-berlin.de. Bitte vergessen Sie nicht die Angabe des Hufbeschlags!