Favorit mit Fragezeichen
Start des 1. Rennens um 13.00 Uhr.
Wenn er an den Start geht, sind die Daumen seiner Fans stets doppelt gedrückt. Der Wallach Trogir ist nicht nur ein fantastisches Rennpferd, sondern er läuft stets für den guten Zweck. Jeder Cent seines gewonnenen Preisgeldes kommt karitativen gesellschaftlichen Projekten und außerdem der Nachwuchsförderung innerhalb des Sulkysports zugute. Knapp 120.000 Euro hat der Sechsjährige des Berliner Rennstalls TippelTom dank seiner tollen Leistungen bereits angeschafft und mit einem guten Abschneiden in dem mit 20.000 Euro dotierten sechsten Lauf der Gold-Serie könnte am Sonntag noch einiges hinzukommen. Der mit zehn prominenten Teilnehmern besetzte Wettkampf wird als 7. Rennen ausgetragen.
Doch obwohl Trogir, der im täglichen Umgang ein absolut liebenswürdiger Schmusekerl ist, das Publikum vor Begeisterung regelrecht von den Sitzen reißen kann, steht er sich manchmal selber im Weg. Genau 50 Prozent seiner Starts mündeten in einen Sieg – das ist eine absolute Topquote. Doch bei seinen letzten neun Auftritten wurde er viermal disqualifiziert. Das erzeugt natürlich Verunsicherung – gerade auch hinsichtlich der mit 4.000 Euro Garantie versehenen Viererwette, die in diesem Rennen ausgespielt wird. Die 20 Meter Zulage, die Trogir ebenso wie L.A.Boko (Joachim Hay) verkraften muss, sind dabei sicherlich das geringste Problem. Denn mit dem Bänderstart kam Trogir in der Vergangenheit meist gut zurecht und die lange 2.500-Meter-Grunddistanz kommt den beiden Zulagepferden, die beim Eindrehen obendrein viel Platz haben, natürlich entgegen.
Die große Hürde für Trogir ist eher die Klasse, die einige der acht im ersten aufgestellten Gegner verkörpern. Denn auch unter ihnen befinden sich echte Siegertypen. Der bisher eher selten geprüfte El Baio ist das beste Beispiel dafür. Der Wallach ist durch drei Siege hintereinander empfohlen und seine Bestzeit von 09,5 ist geradezu außerirdisch. Aufgestellt hat sie der Braune am 16. August als Triumphator der Derby-Rekordmeile. Gemeinsam mit Jimmy Ferro BR, der exakt denselben Schnitt ein Jahr zuvor erzielt hatte, gelang El Baio also die schnellste jemals auf der Mariendorfer Bahn getrabte Zeit. Gesteuert wird er vom niederländischen Champion Jaap van Rijn – und über dessen fahrerische Qualitäten braucht man keine Worte mehr zu verlieren.
Zwei weitere frische Sieger verdienen ebenfalls viel Beachtung. Nämlich Ustinov (Josef Franzl), der die mit 25.000 Euro dotierte Internationale Derby-Meisterschaft der Amateure mit Weile-Vorsprung gewann, sowie Naikey, deren Catchfahrer Thomas Panschow allzu gerne genau dann zuschlägt, wenn keiner mit ihm rechnet. Und genau dies könnte hier passieren – denn der Stutenderby-Triumphator ist frei von jeglichem Favoritendruck. Falls es ihm gelingt, Naikey lange genug aus allen Positionsgefechten herauszuhalten, könnte Panschow den geradezu mörderischen Speed der Stute erfolgreich einsetzen. Mächtig überraschen könnte auch Intensity (Danny den Dubbelden), der im fünften Gold-Lauf Dritter wurde. Im Vorfeld waren damals alle überrascht, dass sich den Dubbelden mit seinem eher gewinnsummenarmen Wallach in einen derartig hochkarätig besetzten Wettkampf wagen wollte. Doch der Holländer lag mit seiner Einschätzung genau richtig, denn Intensity wurde im Einlauf bärenstark.
Mächtig stark ist am Sonntag natürlich auch die Unterstützung der Veranstaltung durch den VDT. Deutschlands ältester Besitzer- und Züchterverein, der am 3. November 1894 gegründet wurde, hat sich einmal mehr kräftig ins Zeug gelegt und sponsert fast die Hälfte der insgesamt sieben stattfindenden Prüfungen. Los geht es, pünktlich um 13:00 Uhr, mit dem „Gänse-Alarm-Rennen“. Diese Bezeichnung ist nicht zufällig gewählt. Denn am Sonntag wird es auf der Mariendorfer Bahn bereits ein wenig festlich und in der Prämienausspielung gibt es neben den üblichen 2.000 Euro sowie der Extra-Chance auf einen PKW im Wert von 18.300 Euro auch die überaus beliebten Gutscheine für Gänse und Tannenbäume zu gewinnen. Dafür braucht man nur den Sieger mit 10 Euro Grundeinsatz richtig vorherzusagen. Dessen Name könnte im 1. Rennen Il Mozzafiato (Josef Franzl) lauten. Der dreijährige Hengst hat seine Laufbahn mit einem Volltreffer begonnen und ist für einen weiteren Erfolg prädestiniert.
Das 2. Rennen ist dem vor zehn Jahren verstorbenen Günter Schwarz gewidmet, der auf den beiden Berliner Bahnen eine regelrechte Institution war. Der passionierte Pferdeliebhaber war insbesondere in den Anfängen des Computerzeitalters in den renntechnischen Abteilungen in Mariendorf und Karlshorst aktiv, kam jedem Fehlerteufel – sei es bei der Quotenerrechnung oder in den Rennberichten – auf die Schliche und korrigierte sogar die Kurzstarterlisten und Programmzeitschriften, bevor diese in den Druck gingen. Aber noch viel mehr als seine Hingabe für all diese Tätigkeiten war sein Enthusiasmus einfach einzigartig. Egal, ob es blitzte und donnerte oder der Regen in Strömen auf die Bahn prasselte – Günter Schwarz war nach jedem Rennen direkt am Winner Circle vorzufinden, wo er jeden Sieger mit Jubel und Applaus empfing. Seine Begeisterung für den Trabrennsport konnte niemand übertreffen und dementsprechend groß war sein Beliebtheitsgrad auch bei den Aktiven. Natürlich wird seine Tochter Cindy im Gedenken an ihren Vater bei der Siegerehrung persönlich anwesend sein und es ist gut möglich, dass sie Michael Nimczyk gratuliert, der es mit Mon General diesmal passend vorfindet.
Das 3. Rennen ist eine sehr offene Geschichte ohne einen einzigen Vollstreicher. Nemada Montvason (Mario van Dooyeweerd), Jeff (Manfred Zwiener, Riva Font Schermer (Jaap van Rijn) und Arctic Ocean (Michael Nimczyk) gehören jedenfalls auf den Schein. Gleich danach ist der Sieger ebenfalls schwer auszurechnen – nur Ustranas Pippo (Michael Nimczyk) in der obersten Zeile des Tippscheins zu notieren, wird nicht reichen und man sollte sich lieber breit aufstellen. Auf eine weitere Fahrt des Goldhelms darf man im 5. Rennen besonders gespannt sein. Denn Ultimate Dancer verkaufte sich in Profihänden meist sehr gut und könnte hier durchaus einen Sieg landen. Nahezu als Tipp des Tages darf Explosive Ris mit Mario Zdziarstek im 6. Rennen gelten. Denn der sechsjährige Wallach läuft in der Form seines Lebens und ist trotz der ungünstigen Startposition 8 weit vorne zu erwarten.
Die Wett-Highlights am 8. November
Prämienausspielung um Wettgutscheine im Wert von 2.000 Euro sowie Gutscheine für Gänse und Tannenbäume über die Siegwette der Rennen 1-7. Zusätzliche Chance auf den Gewinn des Hauptpreises aller restlichen Prämienausspielungen der Mariendorfer Rennsaison 2026 : ein Opel Corsa Edition 1.2 in der Farbe Silber im Wert von 18.300 Euro!
1. Rennen: Start der V3-Wette mit 3.000 Euro Garantie
3. Rennen: Start der V5-Wette mit 5.000 Euro Garantie!
7. Rennen: Viererwette mit 4.000 Euro Garantie!
Unsere Tipps:
1) Il Mozzafiato – Ourasinne S. – Juice
2) Mon General – Parodie Vrijthout – Duval di Masi
3) Nemada Montvason – Arctic Ocean – Jeff
4) Ustranas Pippo – Solitaire Bo CG – Beluga PS
5) Ultimate Dancer – Gigolo Star – Mahasim Ass
6) Explosive Ris – Money Shark – Nikitita T
7) Trogir – El Baio – Ustinov - Intensity