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    Die Serie geht weiter

    Nach seinem Adbell-Erfolg triumphiert Robin Bakker mit Blizzard Diamant nun auch im Buddenbrock-Rennen. Der Stutenlauf geht an Michael Nimczyk und die hochüberlegene Mille Fleurs. Thorsten Tietz und Goldie Home beherrschen die Elimination zum Super Trot Cup.     

    Mariendorf, 5. Juli 2026. Wohl nur selten in der 125-jährigen Geschichte des 1901 erstmals ausgetragenen Buddenbrock-Rennens hat es einen derart klaren Favoriten gegeben wie an diesem Sonntag mit Blizzard Diamant. Glattgehend ungeschlagen, neun Volltreffer hintereinander, der erzielte Europarekord und der sechsmalige Derby-Sieger Robin Bakker – ein Fahrer mit Nerven wie Drahtseilen – in seinem Sulky: Das alles sprach für den von Paul Hagoort trainierten Vierbeiner-Star der Besitzergemeinschaft Schwarz/Pietsch und führte logischer Weise zugleich zu seiner Toto-Quote von 1:1. Es gab im Vorfeld wirklich rein gar nichts, was gegen den Sohn des sich immer mehr zu einem Topvererber entwickelnden Hengstes Indigious sprach. Und genauso kam es dann auch: Blizzard Diamant gewann das mit 25.000 Euro dotierte Rennen ganz leicht in 12,4/1.900m mit anderthalb Längen Vorsprung.

    Doch nicht die nackten Zahlen oder der Kilometerschnitt sind es, die beeindrucken. Sondern die Art und Weise, in der Blizzard Diamant über seine Gegner hinweg stürmte. Denn obwohl Robin Bakker mit seinem Schützling während des gesamten Rennens in dem sechsköpfigen Feld nur an dritter Stelle gelegen hatte und das Tempo zwischenzeitlich sogar in den 18-er Bereich abgeflaut war, wartete der Niederländer in eiskalter Manier fast schon provozierend lange ab und spielte die Trümpfe seines Pferdes erst mit Erreichen der Zielgeraden aus. Was dann folgte, glich einem Tornado und so großartig sich die ebenfalls im Einlauf ungeheuer schnell werdende Alma Mia (Michael Nimczyk) sowie der stets im Vordertreffen mitmischende Aurelio (Dion Tesselaar) auch verkauften – auf den Plätzen zwei und drei hatten sie gegen Blizzard Diamant nie auch nur den Hauch einer Chance.         .   

    Für die neun Teilnehmer des Buddenbrock-Stutendivision ging es um 12.500 Euro Preisgeld und das „Prädikat wertvoll“ darf man ebenfalls in Bezug auf die Leistung der von Michael Nimczyk präsentierten Siegerin Mille Fleurs aussprechen. Die für die Farben von Peter Erwig laufende Braune lag ebenso wie Blizzard Diamant zunächst an dritter Stelle, leitete ihren Angriff aber bereits wesentlich frühzeitiger ein. Als sie aus dem trotto.de-Bogen heraus die Spitze übernahm, war im Grunde genommen alles schon entschieden. Auf der Gegenseite legte Mille Fleurs eine stramme Pace vor und im Anschluss wurden ihre Schritte immer länger. Die Vierjährige siegte in 13,3/1.900m drückend überlegen und hatte sechs Längen Vorsprung auf die tapfer durchziehende Bumblebee Diamant (Dion Tesselaar) sowie die für 40,1-faches Geld gehandelte Riesenaußenseiterin Money Shark (Mario van Dooyeweerd).      

    Stolze 15.000 Euro Dotation sowie die Startberechtigung der drei Erstplatzierten für das große Finale am 15. August hatten insgesamt neun Sulkygespanne zu der Elimination zum Super Trot Cup angelockt und es gewann ebenfalls eine Stute, die mit ihren vier Jahren zugleich das jüngste Pferd im Feld war. Nämlich die von Holger Ehlert trainierte und von Thorsten Tietz vorgestellte Goldie Home. Auf der ersten Runde agierte die Braune zunächst völlig unauffällig. Doch das änderte sich gewaltig, als sie auf der Gegenseite im Höllentempo an den Konkurrenten vorbeiflog und sich an die Flanke des Piloten Carpendale (Christoph Schwarz) legte. Dieser schien im Finish für einen Moment dennoch die besseren Karten zu besitzen – doch weit gefehlt. Goldie Home hatte in einer kurzen Verschnaufpause nur ihre Kräfte gesammelt und zog im Einlauf in 13,6/1.900m mit anderthalb Längen Vorsprung ganz locker an ihrem Kontrahenten vorbei. Das dritte Ticket für das 70.000-Euro-Finale zum Super Trot Cup ging an den bei 273-fachen Odds notierten Honey Bear (Kalle Krohmer), der im Schlussbogen weit außen viel Boden gutgemacht hatte und die Dreierwette auf 1.333,3:1 katapultierte.         

    Fünf weitere Prüfungen vervollständigten die Buddenbrock-Veranstaltung. Den Anfang machte ein von Amateursportlern bestrittenes Trotteur Francais, das in einen überaus packenden Endkampf mündete. Kaporal du Houssel (André Pögel) hatte sich im zweiten Bogen die Führung erobert und wurde auf der Schlussrunde außen von Gordon Mijack und Marion Dinzinger begleitet. Ende der Gegenseite erhöhte sich das Tempo auf rasante 10,1 und am Zielpfosten konnte sich Gordon Mijack in 16,4/2.520m erst mit dem allerletzten Schritt und wenigen Zentimetern Vorteil gegen seinen Widersacher durchsetzen. Wesentlich deutlicher fiel dagegen der Sieg der Debütantin Vanita und Michael Nimczyk aus. Die Lasbeker Stute hatte sich aus dem ersten Bogen heraus an die Spitze gesetzt und als die Vierjährige die Schlagzahl in der Schlusskurve deutlich erhöhte, war sie sofort einsam voraus. Letztendlich blieben die Stoppuhren für die Tochter des Amérique-Triumphators Readly Express mit vier Längen Vorsprung bei 14,9/1.900m stehen – ein bombastischer Karriereeinstand!

    Auch Creamontop Diamant und Dion Tesselaar imponierten beim Kampf um den Sommer-Pokal des VDT mächtig. In dem durch Fehler einiger Teilnehmer rasch dezimierten Sechserfeld leistete sich dann ausgerechnet auch noch die sonst so zuverlässige Topfavoritin BadRomance Diamant (Michael Nimczyk) eine Galoppade und somit war der Weg für die in Holland trainierte Stute in 15,5/1.900m mit sieben Längen Vorsprung frei. Auch im direkten Anschluss gehörte Dion Tesselaar zu den Hauptprotagonisten und führte mit dem Wallach Midnight Sky bin in die Zielegerade hinein. Doch im Finish war der stets im Windschatten des Piloten befindliche Cast Iron (Michael Nimczyk) deutlich stärker und zog mit zwei Längen Vorteil in 14,1/1.900m ganz leicht an seinem Konkurrenten vorbei. Ebenfalls völlig souverän trumpften zum Abschluss des Renntages Mario Zdiarstek und Explosive Ris in einer mit der TippelTom-Talentförderung verknüpften Prüfung auf. In 16,6/1.900m gewann das Gespann Start-Ziel mit einer Länge Vorsprung. Für Mario Zdiarstek war dies zugleich sein erster Fahrersieg auf der Derby-Bahn.                 

    Gesamtumsatz: 113.940,50 Euro. Bahnumsatz: 34.004,40 Euro. Außenumsatz: 79.936,10 Euro. 

    Unser Terminhinweis: Die nächste Mariendorfer Veranstaltung findet am Samstag, dem 18. Juli statt. Beginn ist um 17.30 Uhr. Im sportlichen Mittelpunkt stehen die beiden mit insgesamt 26.000 Euro Preisgeld dotierten Läufe der Gold- und Newcomer-Serien. Die Starterangabe, die Sie auch online auf www.rennbahn-berlin.de vornehmen können, ist am Montag, dem 13. Juli. Sie erreichen das Mariendorfer Rennsekretariat unter der Rufnummer 030-7401229 bzw. per Mail an starterangabe@rennbahn-berlin.de. Bitte vergessen Sie nicht die Angabe des Hufbeschlags!